AmWeg der Trauer wachsen Rosen. Rosen sind Zeichen der Verbundenheit mit dem Menschen, der uns verlassen hat.
>... die Zeit, die ich für meine Rose verloren habe, macht meine Rose so wichtig<, sagt der kleine Prinz (Antoine de Saint-Exupery).
Wie die Rose aus dem Dunkel der Erde ans Licht kommt, so zeigt sich auch in der Trauer der Wunsch, das Leben wieder erblühen zu lassen. Mit dem Tode eines Menschen verliert man vieles, aber niemals die mit ihm verbrachte Zeit.
Der Hospizdienst Bad Friedrichshall möchte Sie gerne ein Stück auf Ihrem Trauerweg begleiten.
- Trauergruppe am 2. Dienstag im Monat von 18.00 Uhr bis 20.00 Uhr
- Trauercafe jeden 3. Mittwoch im Monat von 15.00 Uhr bis 17.00 Uhr - Gesprächskreis für "trauernde Eltern" Nähere Informationen unter der Tel.Nr. 07136-964849 / 0170-8327717 -Wandergruppe „Lebensweg“ jeden 4. Mittwoch im Monat Informationen bei Hedwig Orsi Tel. 07136-5293 Treffpunkt um 14.30 Uhr am Eingang der DRK-Residenz,
- Stammtisch für Trauernde "Dem Leben neu vertrauen." „Ich möchte gerne mal in ein Lokal gehen –
aber alleine?“
Deshalb haben wir den Stammtisch "dem Leben neu vertrauen" ins Leben gerufen.
Wo trauernde Menschen in gemütlicher und geselliger Runde ganz unverbindlich beieinander sind. Um
„miteinander zu sprechen - lachen - weinen zu können“.
Wir Trauernde treffen uns 1x im Monat. Nähere Informationen erhalten Sie unter unserer Homepage http://www.hospizdienst-badfriedrichshall.de
- Trauerbegleitung - Einzelgespräch (Terminabsprache unter 07136-964849) TrauergruppenTrauercafe
Bei schwerer Krankheit, in der Sterbephase undin
Zeiten der Trauer.
Jeder braucht einmal Hilfe - wir sind für Sie da,
ehrenamtlich und kompetent.
Nach dem Verlust eines geliebten Menschen ist es für Trauernde nicht einfach, wieder in so etwas wie "den Alltag" zurückzufinden. Hinzu kommt: Die Menschen aus der persönlichen Umgebung erwarten recht
bald, dass die trauernde Person möglichst schnell wieder "funktioniert".
Doch so einfach ist es nicht.
Trauernde fühlen sich häufig mit ihren Gefühlen isoliert. Trauer kann Angst machen, Trauer kann Vereinsamung auslösen. Trauer kann Krankheiten verursachen. Trauernde sollen und dürfen sich die Zeit nehmen, ihre Trauer zu leben. Dabei hilft der Austausch mit anderen betroffenen Menschen. Hier sind Sie willkommen mit all Ihren geweinten und
ungeweinten Tränen, mit Ihren Sorgen und Ängsten. Hier dürfen Sie sein, wenn Sie untröstlich sind, wenn Sie nicht mehr weiter wissen, wenn scheinbar alles sinnlos ist.
Wir wünschen Ihnen, dass Sie hier Ihre Tränen laufen lassen
können, dass Sie Ihre Sorgen und Ängste aus einem anderen Blickwinkel betrachten lernen
und sie sich langsam auflösen können. Wir hoffen, dass Sie hier Trost finden, dass Sie einen, "Ihren" neuen Weg erkennen, und darin einen neuen Sinn erkennen. Wir wünschen Ihnen viel Kraft in dieser so schweren Zeit für
Sie.
Sie haben einen geliebten Menschen
verloren. Es ist von einem Moment auf den anderen alles anders geworden, wie nach einem Erdbeben ist kein Stein mehr
auf dem anderen. Es hat Ihnen förmlich den Boden unter den
Füßen weggezogen, ihr bisheriges Leben ist zum Stillstand gekommen, Ihre Pläne und Ziele sind durchkreuzt…
Verwandte, Freunde sind meist hilflos,
wissen nicht mehr wie sie mit Ihnen ins Gespräch kommen
sollen. Auch ihnen hat es die Sprache verschlagen, denn
manche gut gemeinten Worte sind eher verletzend:„Sei doch
froh, denn er war doch so krank…“ – „Die Zeit heilt alle
Wunden… „
Vielleicht sehnen Sie sich danach
nicht mehr so allein zu sein, möchten Ihre Einsamkeit
durchbrechen.
Eine Offene Trauergruppe ist ein Ort,
an dem Sie Menschen treffen, die wie Sie einen lieben
Menschen verloren haben. Die Gruppe bietet einen geschützten
Raum, in dem Sie Ihre Trauer offen zeigen dürfen, all das
aussprechen dürfen, was Sie gerade bewegt. Immer wieder
erzählen dürfen, was am meisten schmerzt oder für Sie
unfassbar ist. Sie dürfen aber auch schweigen, den anderen
zuhören, erfahren, dass andere mit ähnlichen Gefühlen und Problemen wie sie kämpfen. Mein Weg der Trauer
Den Weg, den ich vor mir habe, kennt keiner. Nie ist ihn einer gegangen, wie ich ihn gehen werde. Es ist mein Weg. Unauswechselbar. Ich kann mir Rat, Hilfe und Trost holen, aber gehen muss ich ihn. Ich will diesen Weg gehen, so schwer er auch sein mag. Und sicher wird es immer beides geben; Tränen, Wut, Schmerz und Verzweiflung, aber auch Hoffnung, Liebe und Dankbarkeit. Es soll mein Weg sein. Mein eigener Weg. (Verfasser unbekannt)
Gebet der Trauernden
Schenke mir, oh Herr, Menschen, die mir jetzt nicht ausweichen. Dankbar bin ich für jeden, der mir einmal zulächelt und mir seine Hand reicht, wenn ich mich verlassen fühle. Hoffnung geben mir die, die mich immer noch besuchen, obwohl sie Angst haben, etwas Falsches zu sagen. Dankbar bin ich für die, die mir erlauben von dem Verstorbenen zu sprechen. Ich möchte meine Erinnerungen nicht totschweigen. Ich suche Menschen, denen ich mitteilen kann, was mich bewegt. Erleichterung bringen mir alle, die mir zuhören, auch wenn das, was ich zu sage habe, sehr schwer zu ertragen ist. Gesegnet seien alle, die mich nicht ändern wollen, sondern geduldig so annehmen, wie ich jetzt bin, die mich trösten und mir zusichern, daß Gott mich nicht verlassen hat. Oh Herr, birg Du uns alle in Deiner Hand,nimm Du Dich unserer an. Bei Dir bleiben wir - ganz gleich, ob wir noch leben oder gestorben sind. Marie-Luise Wölfing Kleve 1986